Fotoausrüstung

Meine Ausrüstung im Wandel der Jahre

Kodak S1100 XL

Meine erste Kamera (an die ich mich erinnern kann) war eine Kodak S1100 XL. Eine kompakte Kleinbild Sucherkamera. Schwarz, Plastik, Festbrennweite 35 mm. Damit ließen sich schon mal ganz ordentliche Bilder machen. Allerdings gingen damals – mein Vater schenkte mir die zum Geburtstag und ich meine, ich war noch in der Lehre – die Filme und das Entwickeln ins Geld. Also knipste ich vorsicht und mit Bedacht um unnötige Ausgaben zu vermeiden. Die Kamera habe ich heute noch und ja, sie funktioniert noch einwandfrei. So viel zur Zuverlässigkeit von Kodak-Kameras.

Kodak S1100 XL

Kodak Retinette

Für kurze Zeit erhielt ich eine hochwertige Kleinbild Sucher-Kamera, die bekannte und beliebte Kodak Retinette. Diese Kamea bereitete mir viel Freude. Komplett mechanisch, doch mit einem Lichtmesser ausgestattet, der sich als recht zuverlässig erwies. Ich konnte einige schöne Aufnahmen machen und die Verarbeitungsqualität ist sehr, sehr gut. Auch fühlt sich die Kamera so richtig wertig in der Hand an. Dass sie optisch zu überzeugen vermag liegt nicht zuletzt auch an den beiden hochwertigen Festbrennweiten, die ich im Einsatz hatte – zwei Schneider-Kreuznach, wobei es mir gerade das 120 mm-Objektiv sehr angetan hatte.


Nikon F801s

Die Nikon F801s Spiegelreflex-Kleinbildkamera sieht heute etwas – nun – rustikal aus. Zu der Zeit, als ich sie gekauft hatte, war ich in einem Tauchkurs und eine der Trainerinnen hatte eine solche Kamera und schoss wunderbare Bilder damit. Sie hatte die Kamera oft dabei und Nikon war schon ein Name, den man kannte. Schließlich kaufte ich mir auch eine Nikon und gleich den passenden Blitz dazu. Als Objektiv erhielt ich ein Tamron. Dies war meine erste Spiegelreflex, natürlich noch mit Film damals. Damals begann ich, regelmäßig zu fotografieren, auch wenn natürlich Filme und Entwicklungskosten zu buche schlugen und man sich vor einem Foto überlegte, ob das denn nun sein musste. Es war noch nicht die Zeit gekommen, wo man zehn Bilder schießt, wenn eines gereicht hätte – wie heute bei Digitalkameras. Die Nikon besitze ich heute noch und bis auf ein Problem bei der Blitzsteuerung funktioniert sie immer noch obwohl sie so manche Schramme wegstecken musste.

Nikon F801s

Canon EOS 7D

Canon EOS 7D

Nach der EOS 20D wünschte ich mir eine rundum bessere Kamera. Als die 7D rauskam war ich über den Preis entsetzt. Doch dann las ich über die Geschwindigkeit, die guten Kit-Objektive und wie groß (je größer die Kamera desto besser der Fotograf) die Kamera war. Schon kurze Zeit später sank der Preis und mit ihm meine Hemmschwelle. Schließlich stöberte ich ein hervorragendes Angebot auf und schlug zu.
Welche Enttäuschung, als kurz vor der Hochzeit eines Freundes nur der Body (das Gehäuse) geliefert wurde. Ein Telefonat und mehrere Entschuldigungen später war das Objektiv auf der Reise und schon am nächsten Tag da. Was für ein gewaltiges Teil! Akku aufladen und los. Am Folgetag fand die Hochzeit statt – in einer dunklen Kirche und anschließend wurde in einer modernen, aus dunklem Holz gebauten Halle gefeiert. Die Hochzeit war klasse, die Ehe hält an. Und die Kamera lieferte klasse Bilder auch bei dem schlechten Licht. Die Kamera braucht allerdings auch hochwertige Objektive und arbeitete nicht gerade perfekt mit jedem Objektiv zusammen. Was die Flexibilität der Fokus-Sensoren anbelangt, die Geschwindigkeit und vor allem der kleine Stick auf der Rückseite, mit dem man die Fokuspunkte anwählen kann, bin ich begeistert. Inzwischen kann ich nicht fassen, dass ich einmal so viel Gewicht mit mir herumgeschleppt habe. Zum Beispiel in Jordanien; Kamera plus Objektiv plus Batteriegriff – ein Stück über 2 Kilo. Das merkt man bei 45 Grad in der Wüste. Ansonsten mag ich die Kamera, auch wenn sie manchmal leicht gezickt hat beim Scharfstellen und Auslösen in dunkler Umgebung.


Fujifilm X-T1

Tataa – wir sind im Heute angekommen. Die Fujifilm X-T1 ist derzeit (Ende 2015) das Flagschiff der Fuji Digitalkameras. Und hier kommt die Story behind: Eigentlich war ich mit der Canon EOS 7D ganz zufrieden. Nur das Rauschverhalten störte mich manchmal etwas und die Bildqualität hätte einen Tick besser sein können. Ich informierte mich also Anfang 2014 über neue Kameras, Vor- und Nachteile, neue Systeme und und und … Männer verstehen mich.

Um es kurz zu machen: Ich war drauf und dran, eine Canon Vollformat-Kamera zu ordern (die EOS 6D). Allerdings hatte ich auch von der Fuji gehört. Also machte ich mich mit grimmiger Entschlossenheit (die meinem Namen geschuldet ist) auf den Weg zum Fotohändler meines Vertrauens in Stuttgart und konfrontierte ihn mit meiner Wahl. Wider allen Erwartungen zögerte der Verkäufer keine Sekunde und riet mir zur Fuji. Ich war kurz sprachlos und lies mir das gute Teil reichen. Hm – sie ist klein. Sehr klein verglichen mit der EOS 7D mit Griff. Sie fühlt sich aber sehr wertig an, komplett aus Metall, auch das Objektiv. Leicht. Platzsparend. Und der elektronische Sucher – hui! Ich nahm mir Zeit, die Bedienung ist komplett anders als bei Canon. Der Sensor auch (anderes Layout, anders aufgebaut). Nur ein Fokuspunkt (mit der Software Version 1 damals). Ich hatte die Festbrennweite 35 mm / 1.4 drauf und war plötzlich gefesselt. Sauber wie ein Uhrwerk verrichtete sie ihre Arbeit. Leise, leicht und präzise. Auch im recht dunklen Verkaufsraum. Da ließ ich mich anstecken von diesem verrückten, lebendigen, irgendwie coolen X-Virus. Einen Monat später nahm ich die Fuji in Empfang mit dem 35 mm Festbrennweite und ‚Kit-Objektiv‘ 18-55 mm. Wobei Kit-Objektiv einen fahlen Nachgeschmack hat, bei Fujinon (so heißen die Fuji-Objektive mit Nachnamen) aber bereits hochwertig bedeutet.

Mein erster Job fand sich am selben Tag, als meine Frau Geburtstag feierte und ich ausgiebig mit der Kamera testen konnte. Wow! Die Kamera hat eine eingebaute Film-Simulation mit der man JPEGs erzeugen kann, die von natürlich/zurückhaltend bis hin zu kräftig/bunt alles bereitstellt. Seither ist jedenfalls die X-T1 mein ständiger Begleiter. In letzter Zeit fotografiere ich ausschließlich RAW und bin immer wieder erstaunt, was die Kamera so alles produziert. Dabei spricht mich auch die haptische Seite sehr an; die Drehknöpfe, viel Metall, alle Drehringe rasten satt und sauber ein. So muss es sein. Dazu ein echt gelungenes Retro-Design. Perfekt!

Fujifilm X-T1

Fujinon Objektive

Fujinon Objektive

Da ich die Fuji X-T1 gekauft hatte, brauchte ich einen neuen Objektiv-Pool. Da ich bereits das 35 mm Objektiv lieben gelernt hatte, brauchte ich für Urlaubsaufnahmen noch ein Ultraweitwinkel, das 10-24 mm von Fuji. Zum Geburtstag erhielt ich zudem einen Adapteber, mit dem ich mein lichtstarkes Canon-Objektiv 50 mm / 1.4 auf der Fuji verwenden konnte. Das Flagschiff jedoch bildet seit meinem 50. Geburtstag das Teleobjektiv 50-140 mm / 2.8. Damit machen Portrait-Aufnahmen nochmal mehr Freude. Insgesamt habe ich die Fujinon-Obkektive schätzen und lieben gelernt. Sie sind sehr hochwertig verarbeitet, zuverlässig und können mit neuer Firmware versorgt werden über das Kamera-Gehäuse. Die hochwertigen Objektive sind zudem wassergeschützt. Ich ertappe mich, dass ich hauptsächlich das Ultraweitwinkel für dramatische Landschafts- und Stadtaufnahmen verwende, das 35 mm für Aufnahmen, wo Menschen hervorgehoben werden, das 23 mm für Innenaufnahmen und das 50-140 mm für Portraits und Aufnahmen in Städten, um Details oder Menschen herauszuarbeiten (siehe Galerie Esslingen). Alles in allem eine sehr gute Sammlung, die viel Freude macht.